• Die Oasen in Ägypten

    Kharga Oasis by Hanne Siegmeier cropped

    Es gibt mehrere Oasen in Ägypten. Je nach Lage, Größe und Standort, sind diese Oasen mehr oder weniger touristisch erschlossen. Jede hat ihren eigenen Charme, eine eigene Geschichte und spezielle Vorzüge. Hier eine kurze Vorstellung der Oasen.

    Die Kharga Oase

    Die Kharga Oase ist die südöstlichste und größte Oase in Ägypten. Die Hauptstadt Khargas beheimatet über 60 000 Menschen. Davon sind in etwa 1 000 Nubier. Nachdem der Nasser Staudamm gebaut wurde, sind sie dorthin umgesiedelt. Die Kharga Senke befindet sich 150 km westlich des Niltals und ist 200 km lang und 50 km breit.
    Viele archäologische und historische Monumente befinden sich in der Nähe. Unweit der Stadt ist der Hibistempel aus dem 6. Jahrhundert v.Chr. Zehn km weiter liegt die Nekropolis von Bagawat. Es gibt auch pharaonische Altertümer wie den Amenebis Tempel und den Al Ghuwaytah Tempel.
    In der Oase Kharga gibt es 398 Schwefel- und Mineralquellen. Den heißen Thermalquellen bei den Dörfern Bulaq und Nasser wird bei Allergie und Rheuma eine heilende Wirkung nachgesagt.

    Oasesiwa

    Die Oase Siwa

    600 km westlich von Kairo befindet sich die Oase Siwa. Schon Alexander der Große kam nach Siwa, weil er die Macht des berühmten Orakels von Siwa nutzen wollte. Siwa ist ein beliebtes Urlaubsziel in Ägypten und liegt in der libyschen Wüste. Erreichbar ist die Oase mit dem Bus von Marsa Matruh. Die meisten Bewohner der Oase sind Berber und sprechen ihre eigene Berbersprache „Siwi“.
    Siwa ist umgeben von Bergen. Ausgedehnte Oliven- und Dattelhaine machen Siwa zu einem grünen Rückzugsort. Die natürlichen Wasserquellen sind verantwortlich für das Leben. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Amon Tempel, das Orakel von Aghurmi und die Felsengräber am Berg der Toten.

    Die Oase Farafra

    Die kleinste Oase in Ägypten ist die Oase Farafra. Die einzige Siedlung heißt Qasr Farafra und beheimatet   Beduinen und Siedler des Niltals. In Farafra gibt es lediglich ein Dorf, deren Bewohner auf die Einhaltung von Sitten und Religion Wert legen. Farafra ist die isolierteste der Oasen und daher noch relativ ursprünglich.
    Nordöstlich von Farafra befindet sich die „Weiße Wüste“. Hier gibt es spektakuläre Felsformationen. Die Oase ist von weißen Kalksteinfelsen umgeben.

    Die Dakhla Oase

    Die landschaftlich reizvollste Oase ist die Oase Dakhla. Sie ist umgeben von rostfarbenen Bergen und wird deshalb auch „die Rote Oase“ genannt. Die Stadt Mut ist das wirtschaftliche Zentrum von Dakhla. Es ist überraschend modern. So gibt es dort Hotels, Restaurants und Läden.

    Weisse Wüste

    Die Oase Bahariya

    370 km südwestlich von Kairo liegt die Oase Bahariya. Sie ist etwa 2000 km² groß, verfügt über viele Quellen und ist von Bergen umgeben. Die schwarzen Hügel bestehen aus Dolorit und eisenhaltigen Quarz. Die Bewohner bauen Mias, Reis, Oliven, Datteln und Aprikosen an.
    Bekannt ist die Oase für deine Schwefel- und Mineralquellen. Das Waser des Ain Al Beshmo sprudelt mit 30 Grad aus seiner Quelle, die bereits von den Römern in Stein gehauen wurde. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen bemalte Gräber aus der Epoche der 26. Dynastie.

    Die Oase Fayoum

    Fayoum wird auch der Garten Kairos genannt und ist für eine besonders üppige Vegetation bekannt. Bereits 4500 v. Chr. siedelten hier die ersten Menschen. Das Fayoum-Becken ist ungefähr 1800 km² groß und liegt 100 km südwestlich von Kairo. Deshalb ist die Fayoum Oase auch ein beliebtes Ausflugsziel. Das Markenzeichen von Fayoum sind die Wasserräder. Es gedeihen Klee, Baumwolle, Tomaten und Heilpflanzen.
    Versorgt wird Fayoum vom Quarun-See, der Nilwasser über einen Seitenarm des Nils erhält. Weil es keine unterirdischen Quellen gibt ist Fayoum keine wirkliche Oase.