• Moscheen in Ägypten- die Mohammed Ali Moschee (Alabaster-Moschee) (Teil 5)

    Mosque of Muhammad Ali Pasha or Alabaster Mosque - Cairo, Egypt - July 2008

    Die Mohammed Ali Moschee ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Sie wird auch Alabaster-Moschee genannt, was sie dem kostbaren Material zu verdanken hat, mit dem die Wände verkleidet wurden. Der albanische Pascha Mohammed Ali ließ die Moschee ab 1824 in Auftrag. Ihre Fertigstellung im Jahr 1884 erlebte er nicht. Die Zitadelle word von den 83 Meter hohen Minaretten überragt. Viele der Gebäude wurden zerstört, als es 1824 zu einer großen Explosion kam.

    Architektur der Alabaster-Moschee

    Die Alabaster-Moschee wurde vom Griechen Jusuf Boschna der Yeni Valide-Moschee in Istanbul nachempfunden. Es dauerte von 1824 bis 1857, bis sie fertiggestellt war. Markantes Merkmal der Mohammed Ali-Moschee sind die beiden nadelförmigen Minarette. Die 53 Meter hohe Kuppel hat einen Durchmesser von 21 Metern. In den Ecken gibt es jeweils eine kleinere Kuppel und vier große Halbkuppeln an den Seiten. So wird die Größe dieser Moschee unterstrichen. Es gibt zwei reich verzierte Kanzeln.

    Flickr - Fighting Irish 1977 - The Mohamed Ali Mosque

    In der Mitte des großen Hofs befindet sich ein Brunnen, der zur rituellen Reinigung vor dem Gebet dient. Dieser Platz ist von Arkaden umsäumt. An der Westseite des Hofs befindet sich ein Uhrturm, dessen Urh nie funktionierte. Dieser Turm war 1846 das Gegengeschenk von König Louis Philippe. Er erhielt zuvor den Obelisken von Luxor. Er befindet sich in Paris auf der Place de la Concorde.

    Muhammad Ali Mosque - courtyard

    Im Inneren der Alabaster-Moschee dienen mittlerweile elektrische Leuchten der Beleuchtung. Sie hängen kreisförmig von der Kuppel. Die antiken Öllampen befinden sich im Museum. Vergoldete Reliefs schmücken die Wände der Alabaster-Moschee.

    Mesquita de Mohamed Ali

    Mohammed Ali erlebte die Fertigstellung seiner Moschee nicht mehr und starb 19 Jahre nach Baubeginn. Sein Sarkophag steht in der Westecke der Gebetshalle. Im 1820 erbauten Mausoleum bestattete man 40 Angehörige Mohammes Alis Familie. Die Dynastie bestand etwa 150 Jahre. Der letzte Vertreter der Familie, der dort bestattet wurde, war König Faruk.

    Die Zitadelle von Kairo

    Citadel, Cairo, Egypt4

    Saladin ließ die Festungsmauern 1176 erbauen. Von hier aus verteidigte er die Stadt vor den Kreuzrittern. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts machte Mohammed Ali aus der Zitadelle seinen Regierungssitz. Zu Beginn war er ein osmanischer Pascha. 1811 befreite er sich von der türkischen Herrschaft. Er ließ die 480 Mameluckenführer auf der Zitadelle töten.
    In der jüngsten Geschichte wurde die Zitadelle immer noch vom ägyptischen Militär genutzt und erst seit etwa 20 Jahren ist sie für die Öffentlichkeit geöffnet.

    Von der Zitadelle aus kann man Kairo von oben betrachten. Wenn der Smog nicht zu dicht ist und die Sicht gut, dann kann man von hier aus die Pyramiden sehen. Außerdem hat man eine gute Aussicht auf das alte islamische Kairo: Die Sultan Hassan Moschee und die Ibn Tulun Moschee. Nicht ganz so schön sind die Dächer der umliegenden Häuser. Die Bewohner nutzen diese als Lagerplatz, Speicher und Müllhalde.

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    Ägyptische Moscheen: die Ibn Tulun Moschee (Teil 2)

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    Moscheen in Ägypten: Die Sultan Hassan Moschee (Teil 4)