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Der Ägyptenblog

Archive for the ‘Ausflüge’ Category

  • Happy Dolphin- Restaurant in Kairo für Familien

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    Delfine sucht man im Happy Dolphin zum Glück vergeblich. Dafür handelt es sich aber um einen wirklich tollen Tipp für Familien mit Kindern. Direkt am Nil befindet sich das sehr große Restaurant. Hier gibt es die typisch ägyptische Küche: Foul, Tamaya, Mezze, Brot etc. Das Besondere an diesem Lokal ist aber, dass es ganz auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet ist. Deswegen findet man dort auch fast ausschließlich Familien.

    Toller Spielplatz inmitten von Kairo

    Es gibt einen kleinen aber sehr schönen und für Ägypten sicheren Spielplatz mit vielen neuen Spielgeräten wie Schaukeln, Rutschen, Spielhäuser, Klettergerüste, Bällebad und ein sehr großes Trampolin. Der Spielplatz ist von einer Mauer umgeben und ein netter Betreuer passt auf die Kinder auf, so dass die Eltern nicht ständig dabeibleiben müssen.
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    Kinderfreundliches Lokal mit Programm

    In dem weitläufigen Lokal stört sich keiner an herumlaufenden Kindern. Das Personal ist generell sehr freundlich und aufmerksam. Die Kinder werden mit kleinen Programmen und Vorstellungen unterhalten. Kasperltheater, Zauberer und lebensgroße herumlaufende Tiger und Crombo (eine hier bekannte Comicfigur) verkürzen die Zeit und machen den Aufenthalt im Happy Dolphin zu einem schönen und kurzweiligen Erlebnis, bei dem auch die Eltern entspannt bleiben können. Freitags finden von 17-19 Uhr spezielle Vorstellungen für Kinder statt.

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    Obwohl das Restaurant originell ägyptisch daherkommt, gibt es hier keine Wasserpfeifen. Das ist zu begrüßen, denn mit den herumlaufenden Kindern wäre das nur eine unnötige Gefahrenquelle. Stattdessen duftet es angenehm nach dem typischen Weihrauch, denn ein Mann in Galabaya und mit Turban läuft ständig tänzelnd mit einem Weihrauchschiffchen durch das Lokal und bedenkt das ein oder andere Kind mit gutgemeinten Bittgebeten gegen den bösen Blick.
    Untermalt wird die ganze Szene von ägyptischer Livemusik. Die Lautstärke ist angemessen, so dass man sich mühelos normal unterhalten kann.

    Während Ramadan gibt es eine spezielle Menükarte für das Fastenbrechen (Iftar) und für das Essen frühmorgens vor dem Fasten (Suhuur). Auch die Getränke passen zu Ramadan: Amar el-Din, Sahlab, Karkadeeh und andere Köstlichkeiten werden hier angeboten.

    Die Preise im Happy Dolphin

    Derzeitige Getränkekarte

    Der Eintritt ist frei. Dafür gibt es aber ein „Minimum Charge“ von 50 ägyptischen Pfund pro (erwachsene) Person. Dazu kommen 12 und 10 % für Steuern und Service. Angesichts des personellen Aufwands und des wunderschönen Ambientes direkt am Nil ist das mehr als gerechtfertigt.

    2012.07.28 / no responses / Category: Ausflüge, Home

  • Die Oasen in Ägypten

    Kharga Oasis by Hanne Siegmeier cropped

    Es gibt mehrere Oasen in Ägypten. Je nach Lage, Größe und Standort, sind diese Oasen mehr oder weniger touristisch erschlossen. Jede hat ihren eigenen Charme, eine eigene Geschichte und spezielle Vorzüge. Hier eine kurze Vorstellung der Oasen.

    Die Kharga Oase

    Die Kharga Oase ist die südöstlichste und größte Oase in Ägypten. Die Hauptstadt Khargas beheimatet über 60 000 Menschen. Davon sind in etwa 1 000 Nubier. Nachdem der Nasser Staudamm gebaut wurde, sind sie dorthin umgesiedelt. Die Kharga Senke befindet sich 150 km westlich des Niltals und ist 200 km lang und 50 km breit.
    Viele archäologische und historische Monumente befinden sich in der Nähe. Unweit der Stadt ist der Hibistempel aus dem 6. Jahrhundert v.Chr. Zehn km weiter liegt die Nekropolis von Bagawat. Es gibt auch pharaonische Altertümer wie den Amenebis Tempel und den Al Ghuwaytah Tempel.
    In der Oase Kharga gibt es 398 Schwefel- und Mineralquellen. Den heißen Thermalquellen bei den Dörfern Bulaq und Nasser wird bei Allergie und Rheuma eine heilende Wirkung nachgesagt.

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    Die Oase Siwa

    600 km westlich von Kairo befindet sich die Oase Siwa. Schon Alexander der Große kam nach Siwa, weil er die Macht des berühmten Orakels von Siwa nutzen wollte. Siwa ist ein beliebtes Urlaubsziel in Ägypten und liegt in der libyschen Wüste. Erreichbar ist die Oase mit dem Bus von Marsa Matruh. Die meisten Bewohner der Oase sind Berber und sprechen ihre eigene Berbersprache „Siwi“.
    Siwa ist umgeben von Bergen. Ausgedehnte Oliven- und Dattelhaine machen Siwa zu einem grünen Rückzugsort. Die natürlichen Wasserquellen sind verantwortlich für das Leben. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Amon Tempel, das Orakel von Aghurmi und die Felsengräber am Berg der Toten.

    Die Oase Farafra

    Die kleinste Oase in Ägypten ist die Oase Farafra. Die einzige Siedlung heißt Qasr Farafra und beheimatet   Beduinen und Siedler des Niltals. In Farafra gibt es lediglich ein Dorf, deren Bewohner auf die Einhaltung von Sitten und Religion Wert legen. Farafra ist die isolierteste der Oasen und daher noch relativ ursprünglich.
    Nordöstlich von Farafra befindet sich die „Weiße Wüste“. Hier gibt es spektakuläre Felsformationen. Die Oase ist von weißen Kalksteinfelsen umgeben.

    Die Dakhla Oase

    Die landschaftlich reizvollste Oase ist die Oase Dakhla. Sie ist umgeben von rostfarbenen Bergen und wird deshalb auch „die Rote Oase“ genannt. Die Stadt Mut ist das wirtschaftliche Zentrum von Dakhla. Es ist überraschend modern. So gibt es dort Hotels, Restaurants und Läden.

    Weisse Wüste

    Die Oase Bahariya

    370 km südwestlich von Kairo liegt die Oase Bahariya. Sie ist etwa 2000 km² groß, verfügt über viele Quellen und ist von Bergen umgeben. Die schwarzen Hügel bestehen aus Dolorit und eisenhaltigen Quarz. Die Bewohner bauen Mias, Reis, Oliven, Datteln und Aprikosen an.
    Bekannt ist die Oase für deine Schwefel- und Mineralquellen. Das Waser des Ain Al Beshmo sprudelt mit 30 Grad aus seiner Quelle, die bereits von den Römern in Stein gehauen wurde. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen bemalte Gräber aus der Epoche der 26. Dynastie.

    Die Oase Fayoum

    Fayoum wird auch der Garten Kairos genannt und ist für eine besonders üppige Vegetation bekannt. Bereits 4500 v. Chr. siedelten hier die ersten Menschen. Das Fayoum-Becken ist ungefähr 1800 km² groß und liegt 100 km südwestlich von Kairo. Deshalb ist die Fayoum Oase auch ein beliebtes Ausflugsziel. Das Markenzeichen von Fayoum sind die Wasserräder. Es gedeihen Klee, Baumwolle, Tomaten und Heilpflanzen.
    Versorgt wird Fayoum vom Quarun-See, der Nilwasser über einen Seitenarm des Nils erhält. Weil es keine unterirdischen Quellen gibt ist Fayoum keine wirkliche Oase.

    2012.06.23 / no responses / Category: Ausflüge, Home

  • Kairos Totenstadt – Heimat für die Lebenden

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    Die Totenstadt in Kairo ist einmalig in der gesamten islamischen Welt. Die Stadt der Toten liegt im Osten der Millionenmetropole, am Fuße des Berges Moqattam und beheimatet rund 300.000 Menschen. Die Einwohner nennen dieses Viertel „al Quarafa“ – der Friedhof. Es handelt sich dabei um informelle Siedlungen auf dem teilweise historischen Friedhof.

    Nördliche und südliche Totenstadt

    Man unterscheidet zwei Teile der Totenstadt in Kairo. Im Süden der Zitadelle und östlich der Ibn Tulun Mosche erstreckt sich bis zum Stadtteil Maadi die südliche Totenstadt. Dies ist die größere Nekropole, welche auch die ältesten Grabstätten von der Zeit um 959 n.Chr. Aufweist. Hier befinden sich Monumente aus den Epochen der Ichschididen, Fatimiden, Ayubiden, Mameluken, Osmanen und der Mohamed-Ali-Dynastie. Zwischen Zitadelle und Salah-Salim-Straße befindet sich die nördliche Totenstadt. In diesem Teil des Friedhofs befinden sich fünf Mausoleen von Sultanen und mehrere Monumente aus den Epochen der Mameluken, Osmanen und der Mohamed-Ali-Dynastie.

    Bei einer islamischen Beerdigung werden die Toten normalerweise direkt in der Erde vergraben. Speziell in Kairo hat es sich bis heute gehalten, dass den Verstorbenen Häuser gebaut werden. Es ist ein Überbleibsel des pharaonischen Totenkults.

    Bekannte und sehenswerte Mausoleen in der Totenstadt

    Aus allen islamischen Zeitepochen sind Bauwerke zu finden. So ist der Friedhof ein eindrucksvoller Zeitzeuge der ägyptischen und islamischen Geschichte. Schon Mameluken und Osmanen haben ihre Toten an dieser Stelle begraben. Damals befand sich der Friedhof noch fernab der Stadt in der Wüste. Die Größe und Pracht eines Grabes wurde durch die Bedeutung des Menschen zu Lebzeiten bestimmt. Viele der historischen Grabbauten sind bis heute erhalten und können besichtigt werden.

    Besucher sollten allerdings Vorsicht walten lassen und die Seitengassen des Friedhofs meiden. Einige der Bauwerke auf dem Kairoer Friedhof zählen zu den herausragendsten Bauwerken der islamischen Welt. Auf dem nördlichen Friedhof stehen die schönsten Monumente. Dazu zählt beispielsweise die Moschee des Mameluken-Herrschers Qaitbey. Sie ist im Inneren prächtig verziert und dekoriert. Die Kuppel ist aufwändig gestaltet und gilt als die schönste Moscheenkuppel überhaupt.

    Im Osten der Friedhofsstadt befinden sich weitere Gräber tscherkessischer Mameluken. Barkur, El Ashraf Inal, Abu Said Kunsua und El Ashraf Barsbay waren wie Qaitbey Sultane, die hier begraben liegen. Darüber hinaus gibt es 21 Grabmäler von Prinzen und Prinzessinnen und noch neun Moscheen. Spelterini Cairo 1

    Die Lebenden in der Totenstadt

    Für Besucher mag es befremdlich und gruselig klingen, dass Menschen auf dem Friedhofsgelände wohnen. Dennoch ist die Stadt der Toten seit mehreren Jahrzehnten die Heimat vieler Ägypter geworden. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bevölkern arme Kairoer Bewohner dieses „Slum“, welches sogar an Wasser- und Stromnetz der Stadt angeschlossen ist.

    Die Menschen leben an diesem Ort dicht an dicht. Sie haben sich inzwischen historischer Moscheen, Minaretten, Schutthaufen und Lehmhütten eine Heimat geschaffen. Wie auch andernorts in Kairo rauchen die Männer hier gemütlich Wasserpfeife, spielen Domino und trinken Tee. In den 1920er Jahren begann die unerlaubte Besetzung des Friedhofs. Entstanden ist die Totenstadt im heutigen Ausmaß seit dem Krieg mit Israel 1967. Schon viel früher besiedelten ein paar wenige die Grabhäuser, doch mit der Landflucht während des Krieges, kamen viele Menschen, die auf dem Friedhof Obdach fanden. Wer die Gräber besucht, wird sich inmitten einer funktionierenden Stadt wiederfinden.

    Zwischen Gräbern und Moschee sieht man Satellitenschüsseln, Wäscheleinen, Läden, Marktstände, Werkstätten und Wohnhäuser. Freitags findet auf dem Friedhof von Al Imam al Shafi ein illegaler aber sehr lebhafter Markt statt.

    2012.06.22 / 3 responses / Category: Ausflüge, Home, Sehenswürdigkeiten

  • Freizeit in Kairo: Al Azhar Park

    „Genenat al Azhar“ nennt sich der Al Azhar Park auf Arabisch. Dabei handelt es sich um den größten Park in Kairo und das wohl schönste Ausflugsziel für die ganze Familie. Auf rund 30 Hektar befinden sich mehrere Restaurants, Cafés, Brunnen, Sitzgelegenheiten, sehr viel Grün, duftende Blumen, schattenspendende Bäume und der schönste Spielplatz, den ich in Ägypten kenne. Für meine Familie und mich ist dieser Spielplatz auch der Hauptgrund, weshalb wir gerne und regelmäßig in den Azhar Park fahren.

     

    Ich möchte heute einige der Fotos teilen, die ich im Laufe der Jahre im Azhar Park geschossen habe.

      

    Der Blick vom Aussichtshügel aus auf die Altstadt von Kairo

    Der Blick vom Aussichtshügel auf die Altstadt von Kairo. Im Hintergrund sieht man die Hochhausklötze. Ein Gegensatz, den man überall in der Stadt findet. Alt trifft Neu.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Bällebad auf dem Spielplatz vom Azhar ParkKinder toben im Bällebad. Auf dem großen Spielplatz gibt es außerdem jede Menge Rutschen, Schaukeln, Klettergerüste, ein Trampolin, ein Karussell, eine Hüpfburg, Schaukelpferde, Spielhäuser und Wippen. Für den kleinen Hunger zwischendurch bekommt man Popkorn, Süßigkeiten, Chips, Eis am Stiel, Pizza und Sadwichs mit Shawerma. Pizza und Sandwichs haben wir bereits versucht und waren enttäuscht. Besser ist es, sich selbst einen Snack mitzubringen und dann später in einem der Restaurants im Park essen zu gehen.

     

    azharDer ganze Azhar Park ist sehr sauber. In Ägypten ist das leider erwähnenswert, denn nicht überall wird so penibel auf Sauberkeit geachtet. Hier macht es aber Spaß. Die Palmenallee entlang zu schlendern. Im Hintergrund sieht man die wunderschöne Mohamed Ali Moschee, die auch einen Besuch wert ist. Man kann einen Ausflug zur Zitadelle auch sehr schön mit einem Ausflug zum Azhar Park kombinieren, wenn man nur wenig Zeit hat.

     

    Palmenallee Azhar ParkAm Freitag und an Feiertagen ist der Azhar Park recht voll. An allen anderen Tagen findet man hier aber Ruhe und viele schattige Plätze.

    Auf der anderen Seite des Parks gibt es grüne Wiesen. Hier sitzen oft einheimische Familien, machen Picknick und die Kinder spielen Ball, wenn sie es geschafft haben, einen Ball hineinzuschmuggeln, denn normalerweise werden diese am Eingang abgenommen. 

     

     

     

    Kleiner See im Azhar ParkWenn man im Lakeside Café sitzt und die Aussicht bewundert, dann weiß man, warum Kairo “die Stadt mit den tausend Minaretten” genannt wird. Nachts ist das besonders eindrucksvoll, wenn alle Minarette und die große Mohamed Ali Moschee erleuchtet sind.

     

    Der Eintrittpreis ist mit 10 LE (Preis für Ägypter. Touristen zahlen etwas mehr) für das tolle Angebot mehr als günstig.  An manchen Tagen finden auf dem Platz gleich beim Eingang Folklorevorstellungen statt, welche im Preis inbegriffen sind.

     

    2012.05.28 / no responses / Category: Ausflüge, Home, Sehenswürdigkeiten