SocialBookmarks
wong myspace_de twitter_de del.icio.us facebook myspace_en netscape twitter_en Yahoo

Der Ägyptenblog

Posts Tagged ‘Esel’

  • Kairo ist ein großer Zoo

    Esel in KairoKairo ist eine gigantische Großstadt. Die Einwohner können nur geschätzt werden. Aktuell geht man von 8 Millionen Menschen in der Stadt und 17 Millionen im Großraum Kairo aus. Das sind aber nicht die einzigen Bewohner hier. Man kann nur staunen darüber, wie vielen Eseln, Pferden, Mulis, Schafen, Ziegen und freilaufenden Hühnern man in ägyptens Hauptstadt begegnet.

    Selbst ich war erstaunt, als ich gegenüber meiner neuen Wohnung vom Balkon geschaut habe. Da leben direkt gegenüber auf dem Flachdach, das die Größe meines Wohnzimmers hat, eine Schafherde, ein Stall voll Hühner, ein paar Gänse, wenige Enten und ein deutscher Schäferhund, der auf die Großstadtfarm aufpasst. So wird man in Kairo beinahe zum Selbstversorger.

    Als ich frisch in Ägypten war, habe ich immer die Kamele gesucht. Ich war felsenfest überzeugt, dass es die in Ägypten geben muss. Mittlerweile weiß ich, dass man sie nur im Zoo (Mein Lieblingskamel dort heisst übrigens Sarah) und bei den Pyramiden trifft. In den Touristenstädten kann man auch bunt geschmückte Kamele sehen und, wenn man mutig genug ist, darauf reiten.

    Aber auch in den chaotischen Straßen kairos sieht man viele Tiere. Für den Transport von Gemüse, Obst, Schrott, Abfall, Gasflaschen und Menschen zum Beispiel kommen meistens Esel zum Einsatz. Anfangs war dies ein befremdlicher Anblick für mich, die Karren in den überfüllten Straßen zu sehen. Aber man gewöhnt sich an alles- auch an die unzähligen Straßen- oder Treppenhauskatzen und die vielen Straßenhunde, die nachts im Rudel kläffend durch die Straßen ziehen.

    Woran ich mich leider nie gewöhnen kann, ist die Art, wie eine Großzahl der Ägypter mit den Tieren umgeht. Sie werden nicht nur nicht artgerecht gehalten, sondern sehr oft auch regelrecht gequält. Das kann man nicht entschuldigen, selbst nicht mit einem geringen Bildungsstand und sehr großer Armut. Da ist noch Nachholbedarf!

    2012.05.06 / no responses / Category: Land und Leute