SocialBookmarks
wong myspace_de twitter_de del.icio.us facebook myspace_en netscape twitter_en Yahoo

Der Ägyptenblog

Posts Tagged ‘Essen’

  • Ägyptisches Rezept: Babaghanug und Tahina-Soße

    Ägyptisches Rezept Babaghanug (Mezze)

    Babaghanug ist ein leckeres „Mezze“ Rezept aus Ägypten. Mezze wird als Vorspeise oder Beilage auf kleinen Tellern gereicht. Man kann sie aber auch als eigenständige Mahlzeit betrachten.
    Es gibt zahlreiche Rezepte, die als Mezze bezeichnet werden können: Dazu gehören zum Beispiel gefüllte Weinblätter, Tabuli, Hummus bil Tahina, Sambusak, eingelegtes Gemüse und eben Babaghanug. Man isst meistens mehrere dieser kleinen Gerichte mit Aish Balady (ägyptisches Fladenbrot). Oft gibt es dazu auch Tamaya. In ägyptischen Restaurants bekommt man Babaghanug aber auch zu Fisch, Kofta und Kebab.

    Rezept für Babaghanug

    1 kg Auberginen (die große, dunkle Sorte – „Bittingan Rumi“)
    1 EL Zitronensaft (bzw. Limone)
    1-2 Tassen Tahina-Soße (Siehe unten)
    1 EL fein gehackte Petersilie
    1 EL Öl

    Die Auberginen werden zunächst in der Schale auf einer offenen Flamme des Gasherds geröstet. Wenn der Saft beginnt auszutreten, dann dreht man das Gemüse um.
    Man kann das aber auch sehr gut im Backofen machen. (VORSICHT: Ich habe beim ersten Mal die Auberginen im Backofen gebacken und sie explodieren! Das Backofenlämpchen wurde in tausend Einzelteile zerschossen. Deswegen: Mit einem Messer die Aubergine ein paar Mal einstechen, wenn man dies macht.)
    Backen oder Rösten dauert etwa 90 Minuten, bzw. so lange, bis die Auberginen weich sind.
    Sofort in kaltes Wasser mit Zitronensaft tauchen. Dadurch erhält sich die Farbe.
    Die Aubergine abkühlen lassen und dann die Haut abziehen, Saft etwas ausdrücken und das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken, bis eine Paste entsteht.
    Tahina-Soße und Petersilie hinzufügen und gut mischen. Anschließend etwas Öl (zum Beispiel Olivenöl) darüberträufeln.

    Rezept für Tahina-Soße

    1 Tasse Tahina
    1,5- 2 Tassen Wasser
    2 TL Zitronensaft (bzw. Limone)
    Salz
    1 TL Essig
    0,5 TL gemahlener Kreuzkümmel

    Eine oder mehrere dieser Zutaten kann man hinzufügen, wenn man möchte:
    1 kleine feingehackte Zwiebel
    3-5 zerdrückte Knoblauchzehen
    Etwas Chili
    fein gehackte Petersilie

    Tahina, Wasser, Zitronensaft, Salz und Essig mischen und so lange rühren, bis eine glatte „Soße“ entsteht. Dann eine der optionalen Zutaten hinzugeben.

    Bil Hana wal Shefa – guten Appetit!


    2012.07.02 / 2 responses / Category: Essen, Home

  • Ägyptisches Rezept: Kofta (Variationen)

    Kofta mit TomatennudelnJede ägyptische Hausfrau hat ihr eigenes Geheimrezept für Kofta, spezielle Tricks und Gewürze, sodass sie fast jede etwas anders macht. Hier gibt es nun das Grundrezept und ein paar Variationen für Kofta.

    Ägyptische Kofta Grundrezept:

    • 1 kg Rinderhackfleisch
    • 3 Zwiebeln
    • 1 Stück Weißbrot
    • Etwas Milch
    • Salz und Pfeffer

    Zwiebeln sehr fein hacken und mit dem Rinderhackfleisch mischen und kneten, bis es weich ist.

    Weißbrot (mir reicht ein halbes, altbackenes Finobrötchen oder eine halbe Semmel) in etwas Milch einweichen und ausdrücken, damit die Flüssigkeit wieder herauskommt. Zum Fleisch geben, salzen und pfeffern und dann gut durchmischen.

    2 cm dicke und etwa 5-7 cm lange Finger formen.

    Diese Kofta können (an einem Spieß) gegrillt, frittiert oder in der Pfanne gebraten werden.

    Kofta Bi-l-Fahma (mit Kohle)

    Pfanne leicht einfetten.

    Kofta eng beieinander in der Pfanne arrangieren.

    Bei niedriger Hitze so lange braten, bis die Flüssigkeit aus dem Fleisch ausgetreten ist.

    Bei höchster Hitze nun so lange weiterbraten, bis die Flüssigkeit reduziert ist. Dabei die Pfanne immer wieder leicht rütteln, damit alle Seiten der Kofta gebräunt werden.

    Ein kleines Stück Kohle anzünden und zum Glühen bringen. In die Mitte der Pfanne etwas Platz schaffen und die glühende Kohle dort platzieren. Mit Deckel oder Alufolie abdecken und bei niedrigster Hitze 3-5 Minuten stehen lassen.

    Kohle herausnehmen und die Kofta auf einem Petersilienbett servieren.

    Auf diese Weise schmecken die Kofta fast wie vom Grillspieß. Dazu essen wir Aish Balady (Fladenbrot) oder “Tomatennudeln”.

    Zum Koftateig kann man auch noch eines oder mehrere der folgenden Zutaten geben:

    • Fein gehackte Petersilie
    • Fein gehackter Koriander
    • Knoblauch
    • Gewürzmischung „Baharat“
    • Fein gewürfelte Tomate
    • Limettensaft
    • Die Kofta können vor dem Braten in Ei und Paniermehl gewendet werden

    Kofta in Tomatensoße

    • Zutaten für Kofta wie oben
    • 5-7 Knoblauchzehen
    • 2 EL Reis (im Mörser leicht zerstampft)
    • 3 Tassen pürierte Tomaten
    • 2 EL Tomatenmark
    • 1 EL Essig
    • 1 EL Zucker
    • Öl
    • Salz und Pfeffer

    Kofta wie oben beschrieben zubereiten, allerdings ganz viel fein gehacktem Knoblauch und den zerstampften Reis zu der Masse geben und kleine Fleischbälle mit etwa 2 cm Durchmesser formen und in Öl frittieren, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    Tomatenmark in einem Topf etwas anrösten, mit frischen pürierten Tomaten ablöschen und Essig und Zucker hinzugeben.

    Etwa 5 Minuten leicht köcheln lassen.

    Fleischbällchen in die Soße geben und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Den Topf hin und wieder rütteln, damit die Kofta nicht am Boden kleben bleiben.

    Falls die Soße zu dünn ist, mit etwas Stärkemehl andicken.

    Die Tomatensoße kann am Ende noch mit frischem Korianderkraut verfeinert werden.

    Bil Hana wal Shefa – guten Appetit!


    2012.06.26 / 2 responses / Category: Essen, Home

  • Ägyptisches Rezept: Koshari

    Zutaten für KoshariManche schreiben es Koshari, Koschari oder Kosheri. Gemeint ist immer das gleiche, nämlich ein sehr beliebtes ägyptisches Gericht. Zu kaufen gibt es Koshari in so gut wie jeder Straße: Kleine Restaurants oder bunt bemalte „Imbisswagen“ findet man fast überall. Meistens kauft man Koshari in Plastikbechern und isst es mit einem Plastiklöffel- ägyptisches Fastfood.

    Erfunden wurde Koshari in Indien. Dort besteht das Gericht aus Linsen, Reis, Zwiebeln und hartgekochten Eiern und heisst „Kishri“. Das ägyptische Koshari enthält statt der Eier Nudeln. Auch in England gibt es eine Variante namens „Kedgeree“. Dieses Gericht enthält statt Linsen Fisch.

    In Ägypten lohnt es sich kaum, Koshari selbst zu machen. Das sättigende Gericht kostet pro Portion und je nach Größe zwischen 1 und 5 ägyptische Pfund. Wer aber dennoch wissen möchte, wie man Koshari zubereitet, für den habe ich hier ein ganz einfaches Rezept, für das man lediglich viele Töpfe braucht:

    Zutaten für Koshari:

    • 1 Tasse braune Linsen
    • 1 Tasse Reis
    • 1/2 Tasse Fadennudeln
    • 1 Tasse Kichererbsen
    • 1/8 kg Nudeln
    • 2 große Zwiebeln in Ringe geschnitten
    • Salz

    Kichererbsen über Nacht einweichen, am nächsten Tag in Salzwasser weich kochen. Linsen in Salzwasser kochen, bis sie weich sind, dann abschütten.

    1/2 Tasse Fadennudeln in reichlich Öl oder Butterschmalz goldbraun braten, dann 1 Tasse Reis dazugeben und mit 2 Tassen Salzwasser aufkochen, zudecken und 15-20 Minuten bei niedrigster Hitze ziehen lassen.

    Nudeln in ausreichend Salzwasser bissfest kochen. Vorzugsweise nimmt man kleine, runde Nudeln. Bei ägyptischen Koshari sind bei den Nudeln auch einige abgebrochene Spagetti dabei. Abgießen, kurz mit Wasser spülen.

    Die Zwiebeln in ausreichend Öl goldbraun fritieren.

    Tomatensoße:

    • 1-2 Zwiebeln fein gehackt
    • 5-7 Knoblauchzehen
    • 2 Tassen pürierte Tomaten
    • 2 EL Tomatenmark
    • Scharfer Chili

    1-2 Zwiebeln ganz fein hacken und in Öl glasig werden lassen. Dann 5-7 Knoblauchzehen fein hacken und ebenso hinzugeben, bis der Knoblauch goldgelb wird. Tomatenmark dazugeben und etwas anrösten. 2 Tassen pürierte Tomaten hinzugeben und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Am Schluss mit Salz, Pfeffer und einen Teelöffel Essig abschmecken.

    Man kann die Soße in zwei Teile teilen. Eine lässt man mild, in die andere gibt man reichlich feingehackten Chili. Wer es richtig authentisch machen möchte, der rührt aus erwärmten Öl und sehr viel Chilipulver eine extra scharfe Soße zusammen. Die Ägypter nennen das „Shatta“.

    Knoblauchsoße

    • Knoblauch
    • gemahlener Koriander
    • weißer Essig
    • Pfeffer Salz

    Knoblauch pressen oder fein hacken und mit den übrigen Zutaten und etwas heissem Wasser verrühren.

    Fast fertig

    Man kann jetzt Reis, Nudeln und Linsen in einen großen Topf geben und mischen oder man schichtet alle Zutaten nacheinander auf die Teller und gibt zum Schluss Tomatensoße, Kichererbsen und Röstzwiebeln drüber. Man kann aber auch alles separat auf den Tisch stellen und jeder mischt sich sein Koshari nach Geschmack.

    Bil Hana wal Shefa – guten Appetit!

    2012.06.19 / 2 responses / Category: Essen

  • Bald ist wieder Ramadan in Ägypten

    (by)MM

    Der Countdown läuft, es dauert nur noch knapp einen Monat. Voraussichtlich vom 20. Juli bis 19. August findet im Jahr 2012 auch in Ägypten Ramadan statt. Schon jetzt ist bei den meisten Ägyptern die Vorfreude groß, denn Ramadan bedeutet, sich vermehrt auf seine Religion zu besinnen, zu teilen, Familie zu treffen, schätzen zu lernen, was man hat und nicht zuletzt: gutes Essen.

    Grundlegendes zum Ramadan

    Das Fasten im Ramadan ist eine der fünf wichtigen Säulen des Islam. Täglich ab Morgendämmerung beginnt der Fastentag. Dann müssen Muslime auf Trinken, Essen, Zigaretten und Geschlechtsverkehr verzichten, bis die Sonne untergeht.
    Kinder fasten freiwillig je nach Alter. Ab Geschlechtsreife ist es dann aber auch für sie Pflicht.
    Wer krank ist, zu schwach oder sich auf einer Reise befindet, der muss nicht fasten. Frauen, die ihre Regel haben, schwanger sind oder im Wochenbett, sind ebenfalls befreit. Später müssen die verpassten Tage wieder nachgeholt werden- spätestens aber, bevor der nächste Ramadan beginnt.

    Ägyptische Genüsse an Ramadan

    Es wird der sechste Ramadan sein, den ich in Ägypten erlebe. Entgegen der westlichen Vorstellung, dass an diesen Abenden besonders viel gegessen und verschwenderisch mit Lebensmitteln umgegangen wird, habe ich eigentlich etwas anderes erlebt. Ich kenne es so, dass die normale Hauptmahlzeit auf die Zeit nach „Maghreb“ verlegt wird. Nach dem Fasten ist man kaum in der Lage, viel zu essen. Es bleibt also im normalen Rahmen, nur dass es eine Art Kompott oder Datteln zum Fastenbrechen gibt. Manche ägyptische Hausfrau neigt vielleicht dazu, ihren Gästen oder auch an den ersten Ramadantagen besonders viele Speisen aufzutragen. Aber was übrig bleibt, wird am nächsten Tag gegessen oder an ärmere Bekannte verteilt. Es verkommt also nichts.

    Als Vorspeise gibt es Datteln und in Wasser oder Milch eingelegte Trockenfrüchte. Besonders wichtig sind die verschiedenen Säfte, die eine ägyptische Hausfrau im Ramadan serviert: zum Beispiel „Tamarind“, „Karkadee“, Fruchtsäfte oder Aprikosensaft.
    Als Hauptspeise gibt es Fleisch, Fisch oder Hähnchen und dazu meistens Reis und Brot. Als Gemüsebeilage wird gerne „Bsilla“ (Erbsen mit Möhren und Kartoffeln in Tomatensoße), „Bamya“ (Okra) oder „Molokhaya“ gegessen. Es gibt köstliche gefüllte Zucchini, Auberginen, Paprika und Kohlblätter, genannt „Mahshi“ und in vielen Familien gibt es mindestens einmal im Ramadan gefüllte Tauben.

    Was in Ägypten zu Ramadan niemals fehlen darf, sind die Desserts, die gerne spätnachts noch gegessen werden. Da gibt es sehr süßes „Goulash“, „Kunafa“, „Ata’if“ und Basboussa, aber auch Pudding, Wackelpudding, „Malabaya“ und einfache Kuchen sind sehr beliebt. Viele Desserts enthalten Nüsse, die sonst unterm Jahr eher selten gekauft werden.

    Ägyptisches Abendprogramm im Ramadan

    Nach dem Fastenbrechen gehen die meisten Männer und viele Frauen in die Moschee, um in einer großen Gemeinschaft das „Tarawi-Gebet“ zu beten. Im Ramadan sind die Moscheen zu den Gebetszeiten generell besser gefüllt, denn viele nehmen sich während der Fastenzeit vor, sich aus mehreren Gründen wieder auf die Religion zu konzentrieren. Deshalb lesen sie im Ramadan auch jeden Tag mindestens einen der 30 Teile (Juz’) des Qurans.

    Viele Familien freuen sich ganz besonders auf die zahlreichen ägyptischen Serien, die nur für die Zeit im Ramadan gemacht wurden. Es findet ein regelrechter Fernseh-Marathon statt. Alle Serien haben in etwa 30 Folgen, sodass sie genau so lange dauern, wie der Fastenmonat. Sie beginnen gleich mit dem Fastenbrechen und enden erst spät nachts. An den ersten Tagen wird dann häufig familienintern diskutiert, welche der vielen Serien man denn gemeinschaftlich sehen möchte. Meistens sind es Kommödien oder Geschichten, die eine längst vergangene Zeit dokumentieren.
    Außerdem besuchen die Ägypter zu dieser Zeit gerne auch Familienmitglieder und Bekannte, die man sonst eher selten sieht.

    Wer am nächsten Tag arbeiten muss, der schläft ein paar Stunden, ehe man wieder aufstehen muss, um noch rechtzeitig vor der Morgendämmerung zu essen und zu trinken. In Ägypten isst man zum sogenannten „Zuhuur“ gerne „Foul“ (eine braune Bohnenpaste mit Gewürzen und Tahinasoße), Joghurt, Käse und Eier. Es soll lange satt halten, aber nicht zu würzig und salzig sein. Außerdem wird viel Wasser getrunken, ehe ein neuer Fastentag beginnt.

    Verschlafen ist nicht!

    Wer geglaubt hat, dass man das Frühstück vor dem Fastentag einfach so verschläft, der irrt. Es gibt mindestens einen Mann, der während Ramadan durch die Straßen zieht und die Menschen mit lautem Trommeln und Rufen weckt und daran erinnert, dass sie essen und trinken sollen. Genannt wird er “Mesaharati, was so viel bedeutet wie der “Aufwecker”. Kinder finden das immer besonders witzig, wenn der Mann dabei Namen ruft und sie den ihren hören. Von vielen bekommt er für seinen “Dienst” ein Trinkgeld oder auch etwas zu Essen. Am letzten Tag geht er in seinem Viertel zu den Menschen, klingelt und bittet um Geld.

    Der Ramadan ist gewiss eine Zeit, die dem Menschen seine Grenzen aufzeigt. Es ist aber längst nicht so „schlimm“, wie man vielleicht glauben mag. Sicherlich schalten die Ägypter im Ramadan noch einen Gang runter, sind träger, etwas grantiger, hören früher auf zu arbeiten und schlafen gerne, wenn sie können. Aber es hilft auch, zu erinnern, wie es anderen Menschen geht, die nicht jeden Tag satt sind, es hilft, mit offeneren Augen durch die Straßen zu gehen und es hilft, sich besser auf seine Religion zu besinnen.

    2012.06.15 / no responses / Category: Essen, Land und Leute

  • Ägyptisches Rezept: Bamya weeka sa’idi – pürierte Okra wie in Upper Egypt

    Bamya ist in Deutschland als Okra bekannt. Das ist eine Gemüsepflanze, die in Ägypten sehr beliebt ist. Ich kenne Bamya auf zwei verschiedene Arten zubereitet: Mit Brühe gekocht und dann im Mixer zu einer dicken und etwas schleimigen Soße verarbeitet oder im Ofen mit Tomatensoße als ganze „Schoten“ gegart. Wir essen nur die pürierte Variante. Die Zubereitung habe ich von meiner ägyptischen Schwiegermutter gelernt. Hier also das original ägyptische Rezept für Bamya (Okra):

     

    Zutaten:

    • 1 kg Bamya (Okra)
    • 2 Tassen Brühe
    • 5 Knoblauchzehen
    • 1 TL gemahlener Koriander
    • Butterschmalz
    • Salz und Pfeffer

     

    Und so geht’s:

    Bamya gründlich unter fließendem Wasser waschen und abtropfen lassen. Die „Kappen“ von der Bamya abschneiden und die Schoten dann in dünne Scheiben schneiden. Diese dann in einen Topf geben und zwei Tassen Brühe hinzugeben. Wer mag, kann auch eine bisschen feingehackte Chili hinzugeben. Das Ganze muss dann etwa 10 Minuten kochen. Anschließend mit dem Mixer fein pürieren und wieder in den Topf geben und leicht weiterköcheln lassen.

     

    Danach wird die sogenannte „Ta’liya“ zubereitet. Das Wort selbst bedeutet frittieren, aber man meint in diesem Fall speziell eine Mixtur aus Knoblauch, gemahlenem Koriander und Butter. Viele Ägyptische Gerichte beinhalten „Ta’liya“.

    Die fünf Knoblauchzehen werden ganz fein gehackt und dann mit einem TL Koriander, Salz und Pfeffer gemischt. In einer kleinen Pfanne erhitzt man einen großen Löffel Butterschmalz. Darin wird der Knoblauchmix frittiert, bis die Masse goldbraun ist. Aufpassen, dass der Knoblauch nicht zu dunkel wird, denn dann ist er bitter. Die frittierte Masse wird direkt in den köchelnden Topf voll Bamya geschüttet. Die Ägypterinnen nehmen dann einen Löffel von der Bamya und geben ihn in die Kleine Pfanne, schwenken kurz und schütten das dann abermals in den großen Topf, damit auch wirklich nichts von der Ta’liya verloren geht.

     

    Die Bamya sollte noch einmal etwa 5 Minuten köcheln und kann dann serviert werden. Wir essen dazu normalerweise das Hähnchen oder das Fleisch, welches zur Zubereitung der Brühe benötigt wurde. Dies wird einfach mit Salz und Pfeffer gewürzt und dann in der Pfanne mit Butter noch einmal angebraten. Dazu gibt es Reis und Fladenbrot. Manche verfeinern dieses Gemüsegericht mit ein paar Tropfen Limette.

     

    Bil Hana wal Shefa – guten Appetit!

     

    2012.05.27 / no responses / Category: Essen, Home